Damals Breslau - Heute Wroclaw

Sicher weisst du, dass die Stadt Wroclaw frueher einmal Breslau hiess und eine der bedeutendsten preussischen Staedte war. Viele Menschen westlich der deutsch-polnischen Grenze benutzen noch immer den alten, den deutschen Namen Breslau, wenn sie von Wroclaw sprechen. Die meisten Deutschen wissen ueber diesen Teil der Wroclawer Geschichte Bescheid. Trotzdem wollen wir auf dieser Seite ein paar geschichtliche Fakten praesentieren.

Zuerst stand Wroclaw unter der Herrschaft der polnischen Piastkoenige, aber schon im 13. Jahrhundert waren die deutschen Siedler die staerkste Bevoelkerungsgruppe in der Region. Sie halfen die Stadt nach dem Durchmarsch der Hunnen wiederaufzubauen und verwandelten sie in ein bluehendes Handelszentrum. In den nachfolgenden Jahrhunderten wuchs Wroclaw weiter, abwechselnd unter boehmischer und oesterreichischer Herrschaft. 1741 eroberte Friedrich II es und nannte es offiziell um in Breslau, obwohl der germanische Name schon lange Zeit vorher in Gebrauch war. Waehrend der naechsten 200 Jahre wurde die Stadt zunehmend deutscher, aber erst in den Jahren nach der Machtergreifung der NSDAP wurde ein aggressive Eindeutschungspolitik verfolgt. Bereits 1938 war die gesamte polnische Bevoelkerung aus der Stadt vertrieben worden, ebenso wie zwei Drittel der Juden.

Waehrend des 2. Weltkrieges wurde ein neues, blutiges Kapitel geoeffnet. Breslau war die letzte Bastion des Deutschen Reiches im Kampf gegen die sowjetischen Truppen. Von Hitler die Breslauer Festung genannt war die Stadt Schauplatz eines 14-woechigen Angriffs, der 170000 Zivilisten, 6000 deutsche und 7000 sowjetische Soldaten das Leben kostete. Schliesslich erfolgte die deutsche Kapitulation, als letzte des Deutschen Reiches, ganze vier Tage nach der Berlins am 6. Mai 1945. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt kaum mehr als eine gigantische Ruine, ueber 70% waren zerstoert. Die wenigen deutschen Ueberlebenden waren der Gnade der Roten Armee ausgeliefert. Einige konnten westwaerts fliehen, die Zurueckbleibenden waren den Pluenderungen, Vergewaltigungen und dem Terror der Roten Armee in ihrem Siegesrausch ausgesetzt.

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde Polen de facto nach Westen verschoben. Dies geschah auf Stalins Anregung, denn dadurch wurden ehemals polnische Staedte wie Wilno (Vilnius) und Lwow (Lviv) der Sowjetunion zugesprochen. Als Entschaedigung erhielt das neue Polen ehemalige deutsche Staedte wie Breslau. Daraufhin wurden die wenigen noch in dieser Region lebenden Deutschen vertrieben und in Deutschland neu angesiedelt. In den nun polnischen Gebieten liessen sich tausende polnischer Fluechtlinge aus der heute ukrainischen Region Lviv nieder. Und natuerlich bekam Breslau seinen alten polnischen Namen, Wroclaw, wieder.

Das alles scheint erst einmal ein wenig verwirrend. Aber es ist eigentlich ganz einfach! Die menschenleere und zerstoerte Stadt Wroclaw bekam ihre neuen Einwohner aus den Gebieten um Lwow. Die dortigen Polen mussten ihre Heimat verlassen, da dieses Gebiet der Sowjetunion zugesprochen wurde. Sie zogen in die zerstoerte deutsche Stadt Wroclaw. Alles in dieser Stadt erinnerte die Neuankoemmlinge an die Nazis und deren Schreckensherrschaft, die deutschen Strassennamen, Monumente, Inschriften und Strassenschilder. Dazu kamen der Verlust der Heimat Lwow und des Eigentums. All dies machte die Situation in Wroclaw unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg nicht einfach.

In den folgenden Jahren wurde in Wroclaw Wiederaufbauarbeit geleistet, in sowohl physischer als auch psychischer Hinsicht. Viel Zeit und Muehe wurden investiert um Wroclaw zu einer polnischen Stadt zu machen, die endlich nach langer Zeit und der abstossenden Naziherrschaft an die rechtmaessigen Einwohner, die Polen, zurueckgelangt ist. Das entspricht natuerlich nicht dem wahren Mix der Kulturen und der wechselvollen Geschichte dieser Stadt. Viel Geld wurde ausgegeben um Wroclaw zu entdeutschen, dass heisst die Entfernung aller deutschen Schilder und Inschriften. Danach begann der Wiederaufbau der wunderbaren Bauten aus dem 13. Jahrhundert, die diese Stadt einst zierten. Nach diesen Arbeiten erscheint Wroclaw jetzt wieder als stolze und wunderschoene polnische Stadt.

Die Schatten der Vergangenheit lassen sich jedoch nicht abschuetteln. Unter der lebhaften und freundlichen Oberflaeche brodelt die wechselvolle Geschichte. Der Umgang mit den deutschen Breslauern nach dem 2. Weltkrieg stellt das polnische Opferempfinden in Frage. In Polen ist das Gefuehl, staendig Aggressionen von aussen zu begegnen, stark verbreitet. Diskussionen ueber eigenes Fehlverhalten werden dadurch selten gefuehrt. In Wroclaw loest man diesen Zwiespalt mit Angeboten fuer Heimattourismus. Deutsche, die frueher in Breslau lebten, werden willkommen geheissen sich ihre alte Stadt, ihre alten Haeuser, ihre alte Heimat anzuschauen. Das Gewissen der Wroclawer wird beruhigt mit den Argumenten, dass der Umgang der Deutschen mit den Polen insgesamt noch viel schlimmer war, als der der Polen mit den deutschen Breslauern. Ausserdem sind die Polen damals selbst aus ihrer Heimat Lwow vertrieben worden. Mit diesen Argumenten will man Vorwuerfen bezueglich der Behandlung der deutschen Fluechtlige aus Wroclaw begegnen. Hier muss man allerdings im Gedaechtnis haben, dass nur etwa 20% der polnischen Neuankoemmlinge in Wroclaw aus Lwow kamen. Der Grossteil kam stattdessen aus Warszawa und Poznan.

Trotz all dieses geschichtlichen Ballasts, oder vielleciht auch gerade deswegen, ist Wroclaw eine entspannte und zukunftsorientierte Stadt. Es herrscht ein Gefuehl der Einvernehmlichkeit zwischen Deutschen und Polen die Vergangenheit ruhen zu lassen. Keiner haelt dem Andern die Fehler der Vergangenheit vor, denn es wuerde ja doch nichts aendern an der Realitaet. Stattdessen schaut man gemeinsam erwartungsvoll in die Zukunft. Trotzdem leben die Erinnerungen fort. Viele der deutschen Besucher Wroclaws suchen nach kleinen Spuren der Vergangenheit, ihrer eigenen Vergangenheit, in Wroclaw.

Comments

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Sonja Menzel
Germany

Eine tolle Website. Irgendwann kommen Menschen immer auf die Idee nach ihren Wurzeln zu suchen, das basiert auf der unheilvollen Geschichte. Breaslau und Umgebung, Danzig und Umgebung, gehören auch zur Geschichte meiner Familie. Die Eltern- und Großelterngeneration hat nie den Verlust ihrer Heimat überwunden, möge uns das auch klarmachen, wie es heute den Menschen geht, die auch durch Kriege alles verlieren.

Reply Nov 11th, 2018
Hannes
Germany

Es tut weh, dass diese Stadt für Deutschland verloren gegangen ist. Aber die Polen haben aus den Ruinen des Krieges ein Schmuckstück gemacht, das muss man einfach neidlos anerkennen. Die Vertreibung sowohl der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien genauso wie die der polnischen Bevölkerung aus Galizien ist und bleibt ein Menschheitsverbrechen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Reply Oct 13th, 2018
Nepomuk Schneider
Andorra

Im Rahmen der "Kompensationstheorie" ist jedoch festzuhalten: Für 2-3 Mio Polen, die ihre Heimat in Lwow oder Wilno aufgaben, wurden 8-10 Mio Deutsche vertrieben. Das heißt, dass die Mehrzahl der neuen Bewohner in allen ehemals deutschen Gebieten, natürlich auch in Breslau, selbst nicht vertrieben worden waren; aber selbstverständlich, wie ganz Europa, unter der genozidalen Ideologie der Nationalsozialisten und den folgenden Kriegszerstörungen litten.

Reply Feb 21st, 2018
Robert
Germany

Ich habe gehört, dass geplant war, die Ostgrenze Deutschlands bzw. die Westgrenze Polens an die Oder zu verlegen. Das hätte bedeutet, dass Teile Schesiens deutsch gebleiben wären. Bei der Konferenz der Siegermächte in Potsdam Cecilienhof 1945 hat man dann aber einen Sinneswandel gehabt. Wahrscheinlich auf Druck der Sowjetunion und Polens wurde die Grenze an die Neiße verlegt. Breslau war dann plötzlich polnisch. Es gab auch weitere Versuche deutsche Gebiete nach dem Krieg abzutrennen. So war es beispielsweise der Wunsch der Tschechoslowakei, dass Zittau tschechisch wird. Das wurde aber dann von der Sowjetunion zurückgewiesen.

Reply Jan 29th, 2018
Daniel
United Kingdom

Hallo, der Artikel ist wirklich gelungen. Ich habe ihn gerne gelesen. Städte wie Breslau aber auch Königberg und Danzig fehlen heute natürlich. Damit ist sicher auch ein Stück deutscher Geschichte verloren gegangen. Aber man muss auch sagen, dass die ostdeutschen Gebiete schon immer deutlich dünner besiedelt waren als Westdeutschlan. Das hängt auch damit zusammen, dass die Industriailsierung dort geringer war. Ich meine auch schon vor dem Krieg. Stattdessen hat man dort mehr Landwirtschaft und Großgrundbesitz gehabt. Wenn man sieht, wie viele Milliarden schon allein die Wiedervereinigung mit dem Gebiet der DDR gekostet hat, ist es vielleicht auch gut so wie es jetzt ist. Denn die Entwicklung dieser Gebiete hätte nochmal soviel gekostet. Ich habe gelesen, dass solange Schlesien noch deutsch war, die Deutschen immer versucht haben zu dominieren und die polnische Kultur und Sprache zu unterbinden. Das war auch ein Grund für den Konflikt. Vielleicht wäre das heutzutage nicht mehr so, aber damals eben schon. Es ist doch eine Ironie der Geschichte, dass man jetzt Ukrainer an der Grenze zu Deutschland hat.

Reply Jan 27th, 2018
Daniel
Germany

Hallo, meine Oma (geb. Feind) kam aus Berlin. Sie hat mir einmal gesagt, dass Vorfahren von ihr angeblich aus Breslau stammen. Mein Opa, der aber schon 1945 starb, und den ich natürlich genauso wenig kannte wie mein Vater, dessen Famile war aus Oldenburg. Schade, dass Breslau heute nicht mehr deutsch ist. Andererseits hat es eigentlich zu Österreich gehört und wurde von Preussen annektiert. Die Polen haben einen wunderbaren Wiederaufbau geleistet. Dafür kann man sie beneiden, wenn man sieht was in manchen Städten wie z.B. Frankfurt a. M. , Essen oder Dortmund entstanden ist. Da haben die Polen mit ihren begrenzten Mitteln vorbildlich eine Stadt rekonstruiert. Selbst in Dresden, wo man so viel über Rekonstruktion spricht hat man das nicht geschafft. Ich glaube, dass die Polen durchaus eine große Kultur sind auch wenn sie keine Großmacht sind wie z.B. Russland. Vielleicht besuche ich mal Breslau, aber Budapest, Moskau und Sofia interessieren mich auch.

Reply Jan 27th, 2018
Guest
Poland

Es kann nicht stimmen, wie überall in den seit 1945 polnischen Gebieten, dass die Mehrzahl der neuen Einwohner von Wroclaw selbst Heimatvertriebene waren; denn die Zahl der polnischen Heimatvertriebenen, 2-3 Mio, war um den Faktor 2 bis 3 kleiner als die Zahl der deutschen Vertriebenen, 8-10 Mio.

Reply Oct 20th, 2017
Sabine Kalinowski
Germany

My Grandpa and Grandma and Uncles was born in Breslau

Reply Apr 21st, 2017
Sabine Kalinowski
Germany

My Dad was born 1933 in Breslau

Reply Apr 21st, 2017
ISIS
Afghanistan

#radical

Reply Feb 3rd, 2017
Klaus Schoedl
United States

Very good article, enjoyed reading it.

Reply Jun 30th, 2016
Barbara
Germany

My dad born in Breslau

Reply May 5th, 2016
G. Maywald
Germany

Breslau heißt in der deutschen Sprache Breslau, in der polnischen Sprache Wroclaw, so wie Warschau in der deutschen Sprache Warschau heißt und in der polnischen Warszawa, oder Prag in der tschechischen Sprache Praha heißt. Breslau heißt in der polnischen Sprache schon immer Wroclaw und nicht erst seit 1945! Den deutschen Namen für Breslau in der deutschen Sprache zu benützen ist korrekt, unkorrekt wäre Wroclaw als Ortsbezeichnug zu verwenden. Den Artikel hat sicherlich jemand verfaßt, der entweder von der Geschichte wenig Ahnung hatte, oder der die Regeln der deutschen Sprache nicht beherrscht. Gleiches gilt für Lwow > Kiew etc. Anläßlich eines Vortrages in deutscher Sprache über eine schlesische Stadt, hat der deutsche Redner permanen den polnischen Namen verwendet. Der polnische Bürgermeister dieser Stadt, der die deutsche Sprache leidlich beherrschte überbrachte ein Grußwort und verwendete ausschließlich den deutschen Ortsnamen dieser Stadt!

Reply Jan 8th, 2016
Alfons Clemens
Germany

Ich bin Breslauer und habe als Luftwaffenhelfer (Schwere Flak 8,8) die Festungszeit überlebt mit anschließender russischer Gefangenschaft. Habe darüber auch geschrieben. Immer wieder wird behauptet, dass Stalin angeregt haben soll Polen nach dem Westen zu verschiebern (sogenannte Kompensationstheorie). Diese Aussagen sind historisch nicht haltbar. Der bekannte englische Historiker Keith Lowe hat in seinem jüngsten Buch: "Der Wilde Kontinent - Europa in den Jahren der Anarchie 1943-1950"auf Seite 287 seines Buches geschrieben: "In den Gessprächen der Großen Drei in Teheran ging es auch um die polnische Westgrenze. Churchill und Roosevelt wollten die Plen unbedingt dafür entschädigen, dass sie im Osten Gebiete an die Sowjetunion verlieren sollten. Als Entschädigung sollten sie Teile Deutschlandsund Ostpreußens erhalten. Churchill erklärte diesen Vorschlag in einer spätabendlichen Verhandlungsrunde am ersten Konferenztag: 'Polen könnte sich nach Westen verlagern, wie Soldaten, die seitlich wegtreten. Falls es dabei auf einige deutsche Zehen treten sollte, lässt sich das nicht ändern'. Um zu verdeutlichen, was er meinte, legte er drei Zündhölzer in einer Reihe auf den Tisch und schob sie ein Stück nach links. (.........) Stalin war begeistert über Churchills Idee" Damit dürfte wohl klar sein, wer die erste Anregung zur Abtretung deutschen Territoriums gegeben hat. Churchill hatte Polen immer als Pufferzone gegen die Sowjetunion im Auge. So ist letztlich seine Anregung in Teheran zu verstehen. Alfons Clemens

Reply Aug 18th, 2015
Hans Nawroth
Germany

M e ns c h e n l e e r e Stadt Breslau: noch deutlicher kann man die aus Ihren Wohnungen gejagt und auf der Straße verprügelte deutsche Einwohner nicht verhöhnen. Im November 1946 nach Deutschland im Treck unterwegs und dann in einem Massengrab verscharrt...

Reply Mar 16th, 2015
Uwe Fink
Germany

"Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde Polen de facto nach Westen verschoben. Dies geschah auf Stalins Anregung ..." Diese Formulierung erscheint mir stark verkürzt. Die alliierten Staaten (Sowjetunion, USA, Groß Britannien und später auch Frankreich) im Kampf gegen den Aggressor Deutschland hatten noch während des Krieges Verhandlungen in Teheran und Jalta (Krim) über die Zukunft Deutschlands geführt und danach im Potsdamer Abkommen verbindliche Beschlüsse auch über die Nachkriegsgrenzen Deutschlands und die Aufteilung in Besatzungszonen gefaßt.

Reply Jan 5th, 2015
S
Germany

Also ich kann diese "Pseudogeschichte " nicht ganz nachvollziehen. Wer sich damals Deutsch oder Polnisch gefühlt hat, als die Stadt gegründet worden ist, lässt sich heute gar nicht mehr nachvollziehen. Dieses Nationalgefühl ist doch erst viel später in der frühen Neuzeit entstanden. Da war man früher kein Deutscher oder Pole. Pole eher, wenn nicht Polen in seiner Geschichte drei mal geteilt worden ist. Bismarck selbst beschwerte sich in "Schlesien" über die ganzen Polen. Es gab Maßnahmen der Entpolonisierung, in dem man den Leuten verboten hat Polnisch zu sprechen, Polnisch wurde als Amtssprache gestrichen. Kann man auch alles schön nachlesen in wissenschaftlichen Büchern mit Belegen. Und diese Kommentare sind teilweise auch nicht gerade ernst zu nehmen. Angeblich sterben Deutschland und Polen aus. Und nur weil man schwul ist, hat man die Begründung gegen faschistische Aussagen immun zu sein? Ich will es mal so sagen, nicht alle Leute in der NSDAP waren hetero. Da gibt es bekannte Fälle. Wurden natürlich auch von Hitler "beseitigt". Immer wieder versuchen Menschen von Völkern, die sich als Schlesier oder Piasten angesehen haben auf ihre heutige Nationalität zu führen. Im Mittelalter gab es keine Nation. Es gab zwar Frankreich, Spanien, England, aber weder ein "rein" Polnisches Reich oder Deutschland. Deutschland gibt es erst seit 1989. Davor haben massenweise Leute in dem Land teilweise zwangsweise gelebt, weil es Ihnen vertraut war. Elsass-Lothringen, heute wieder Frankreich, wurde immer wieder von den Deutschen erobert, weil es vor Jahrzehnten mal zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte (nicht Deutschland), aber mittlerweile konnten die Elsasser und Lothringer kein Deutsch mehr sondern fühlten sich eher den Franzosen hingezogen. Ich kann nicht genau nachvollziehen, wenn mir Menschen entgegen treten und sagen, "Breslau war schon immer Deutsch." Was ist nach dem Krieg passiert? War dann Berlin ein Teil Russisch, Französisch, Amerikanisch? Weil es ja unter dem Kommando von verschiedenen Ländern stand, genauso wie es damals mit Breslau war. Nach mehreren Teilungen ist es natürlich klar, dass immer mehr Deutsche in unbesetzte Gebiete gezogen sind. Und vor 100 Jahren war die meist gesprochene Sprache natürlich eher Deutsch. Das Breslauer Wappen wurde der Stadt von einem Belgier überreicht. Hat das jetzt etwas zu bedeuten? Kaum. Heutzutage ist der Nationalgedanke da, der vor 500 Jahren gar nicht existiert hat. Man hat sich nach seiner Stadt asoziiert und nicht nach einem Gebiet. Man war Kölner, Hamburger, Trierer. Die Bedeutung der Städte ist immer größer geworden, bis Fürsten und Kaiser dagegen agiert haben.

Reply Jul 3rd, 2014
Klaus Ruffert
Germany

Hallo Regina Ich war schon lange nicht mehr hier. Ich suche kontakte mit Leuten aus Schweidnitz und Umgebung. Da meine Familie von da her stammt. Du kannst mich auch gerne direkt kontaktieren da ich nicht imme hier bin. Viele Grüße Klaus

Reply Dec 10th, 2013
Ralf Löffler
Germany

Hallo Klaus, meine Familie stammt aus Schweidnitz und Umgebung. Mein Vater ist in den letzten Kriegstagen bei der Verteidigung der Festung Breslau ums Leben gekommen. In letzter Zeit habe ich mich intensiv mit diesen Themen befasst. Vielleicht gibt es ja Informationen, deren Austausch unser beider Erkenntnisse bereichern. Dies sollte allerdings auf direktem Weg geschehen; wobei ich nicht weiß wie das funktioniert.

Reply Mar 9th, 2019
H. Meißner
Germany

Meine Mutter kam aus Oberschlesien, bin viel in Polen gewesen. Denkt bei aller boshaftigkeit und die weiterhin Haß säen, nur an die Worte von Friedrich Schiller.. Das Leben ist nur ein Moment, wie auch der Tot nur einer ist.

Reply Nov 21st, 2013
lewko
Germany

hallo klaus Ruffert ich möchte gerne mit dir kontakt aufzunehmen ich bin Polin aus Breslau un Shweidniz regina

Reply Sep 22nd, 2013
de schwule Sascha
United Kingdom

Oh Gott was für ein Brei! Deutsche und Polen sterben eh bald aus da die Geburtenraten stetig fallen! Wer besiedelt dann die leerstehenden Länder? Bin ich froh das ich schwul bin und gegen dieses Faschistengelaber immun bin! Gurgel Ps: Jede Warheit sollte ausgesprochen werden

Reply Mar 28th, 2013
Artur
Poland

Hi, ich bin nicht gegen schwule oder lesben, aber es ist eigentlich besser nicht zu sein weil dann kann mann keine Kinder familie, nexte generation, haben usw, das einzige möglichkeit ist nur waisenhaus. Mann kann verstehen wenn eine zB Frau keine glück hatte mit männer usw. PS Ich wollte dich nicht beleidigen oder sowas.

Reply Mar 26th, 2015
Martin
Denmark

(Argumenten, dass der Umgang der Deutschen mit den Polen insgesamt noch viel schlimmer war, als der der Polen mit den deutschen Breslauern. Ausserdem sind die Polen damals selbst aus ihrer Heimat Lwow vertrieben) http://www.youtube.com/watch?v=vSJeBL3E-vE Die Polen sollten sich aber auch als Täter sehen und nich alles auf ihre Opferrolle konzetrieren

Reply Jan 22nd, 2013
martin
Denmark

Einst hieß es von Wroclaw (Breslau), es sei “Europas heilige Blume, die schöne Zier unter den Städten”. Das weckte Begehrlichkeiten. Und so ging es von Hand zu Hand. Mal war es polnisch, dann böhmisch, österreichisch, ungarisch und deutsch.Polen – Städte und Kulturerbe1 Diese geschichtsklitternde Zusammenfassung zu Beginn der touristischen Informationen über Breslau verschweigt nicht nur die Vertreibung der Schlesier aus Breslau, sondern auch dass Breslau nach der Zerstörung durch die Mongolen 1241 als deutsche Stadt neu gegründet wurde und spätestens da etwaige “polnische Spuren” verlor. Zudem ist es zeitlich gesehen falsch “polnisch, dann böhmisch” zu schreiben, denn die historischen Ursprünge Breslaus gehen auf Wratislaw I. von Boehmen (um 900) zurück. Diesen historischen Ablauf der Geschichtes Schlesiens hat ja selbst Wikipedia mittlerweile erkannt.2 Polen hatte zwar einige Zeit in heftiger Auseinandersetzung mit Böhmen gewaltsam versucht, “Schlesien” der polnischen Krone einzuverleiben, dies misslang aber letzten Endes stets. Mit anderen Worten, Schlesien war nie wirklich polnisch geworden. D.h. selbst just in dem Moment, als aufgrund des Glatzer Pfingstfriedens Böhmen vertraglich auf die Oberhoheit über große Teile Schlesiens zugunsten Polens verzichtete (1137), zerfiel das polnische Königreich nach dem Tod von Bolesław III. Schiefmund in relativ selbständige Herzogtümer (1138). In Schlesien herrschten im Folgenden dann auch nicht “polnische Piasten” sondern “schlesische Piasten”, die mehr deutsches als polnisches Blut in sich trugen und sich eindeutig zum Deutschen Reich hinwandten.

Reply Jan 22nd, 2013
Klaus Ruffert
Germany

Hallo Czesc an alle Erst mal eine ganz tolle Seite Ich muss sagen zum Glück haben wir Deutschen den Krieg verloren. Sonst hätten wir heute nicht das vereinte Europa. Mein verstorbener Vater und meine Vorfahren kommen alle aus dem Kreis Schweidnitz,Neumark und Waldenburg.Mein UrUrgroßvater gründete die Posamentierfabrik 1886 in Schweidnitz. Sie waren Nachbarn vom M.v. Richthofen. Mein Großvater hatte alles aufs Spiel gesetzt und trat 1939 nicht in die Partei an. Was geschah. Er wurde zwangsenteignet. Das Konto wurde gesperrt. Ihm wurde von der Partei sogar das Autofahren verboten. Kurz vor Kriegsende hatte meine Oma Helene einem Russischen Soldaten etwas zum Essen gegeben und sollte dafür ins KZ gesteckt werden.Dank früher Beziehungen wurde davon abgesehen. Also sie waren reich sind mit einer Handtasche geflüchtet. Und sie haben nie etwas schlechtes über die Polen gesagt.Das einzige ist was ich aus Schlesien zurück haben möchte sind Bilder,Erinnerungen.Fotos etc. Ich suche auch auf diesem Wege Menschen die im Raum Schweidnitz/Swidnica wohnen und für mich eventuell einige Bilder machen könnten. Ich muss mich hier auch vielen anschließen das es damals wie heute um Menschen und Familien geht und nicht um Nationalität. Ich bin auch gerade dabei polnisch zu lernen.Und warum? Wenn man die gleiche Sprache spricht kann man sich besser verstehen. Ich wünsche hierbei allen einen gute Rutsch ins neue Jahr. Życzę tego wszystkim szczęśliwego Nowego Roku. Klaus Ruffert PS. ich würde mich freuen wenn sich jemand melden würde.

Reply Dec 30th, 2012
Ich :)
Poland

Liebe Deutsche Freunde, Glatzer Kessel befand sich in Deutschland, Breslau befand sich in Deutschland, Stettin war eine deutsche Stadt...Ich bin Polin und ich weiss es. Die alte Architektur der Städte, die heute zu Polen gehören, ist tipisch deutsch. Was können wir sagen? Der Mensch ist dumm, weil Kriege Leute, schöne Gbäude, Städte zerstören. Nationalität von Opfern spielt keine Rolle, deshalb müssen Polen und Deutschen vergessen, dass Deutschland den Krieg begann und Polen den Teil von Deutschland nahm weg. Es ist wichtig sich an Deutschen in polnischen Städten erinnern, weil die Geschichte dieser Orte auch aus ihnen besteht. Ich liebe deutsche Kultur, Sprache und Architektur, obwohl ich Polin bin und ich suche in jeder deutsch-polnische Stadt Spuren von deutschen Bewohner, die normale Leute waren und verloren die Heimat.

Reply Nov 12th, 2012
Artur
Poland

Siemanko. Es wird Wahrscheinlich immer neue grenzen geben, eigentlich haben die Polen die Stadt gegründet. Kuck mal am besten in google die mappe der geschichte von polen (966-2015) deutschland (keine ahnung seit wann es deutschland gibt), und von ganzen europa. Es gibt auch polnische architektur nicht so viel weil sie ACHTUNG 123 jahre nicht mehr gab, stellt dir vor, in der zeitalter der kndustroe. Wie wäre die welt jetzt aussehen wenn nicht die ganze teilung. Ich komme von WARMIA I MAZURY, früher war das auch polnisch, naja nicht alles bin mir nicht sicher PS nie pisalem po polsku bo nie wie czy umiesz po polsku

Reply Mar 26th, 2015
Peter Strobel
Germany

Deutsche Siedler erst machten Wrotclaw zu dem was diese Stadt in den Jahrhunderten ihrer tatsächlich wichtigen Geschichte war und wurde, die Hauptstadt des deutschen Landes Schlesien. Hier lebten tatsächlich nicht durch die Hitlerfaschisten, sondern durch die deutsche Industrialisierung fast ausschließlich Deutsche. Schlesien war das zweitgrößte deutsche Industriegebiet nach dem Raum Dortmund. Für die Nationalisten Polens und besonders zur Zeit der Militärregierung in den dreißiger Jahren ein sehr wünschenswertes Gebiet. Die Grenzverschiebung in Richtung Oder Neiße war vor 1945 und nicht erst zu Zeiten Stalin, Churchill und Roosevelt ein wichtiges Thema im öffentlichen Leben Polens (Presse, Militär, Aristokratie...). Breslau wurde in den letzten 200 Jahren nicht deutscher, sondern sie war, wie auch die Hauptstadt Pommerns (Stettin) eine rein deutsche Stadt. Der Westgedanke der Exilregierung in London und der von Stalin danach geschaffenen kommunistischen Regierung Polens war bereits infiltriert und wurde von den großen Drei (siehe oben) in den Konferenzen von Jalta und schließlich in Potsdam für Polen, gegen Deutschland zementiert. Die Verschiebung der Westgrenzen Polens nach Westen geschah dominierend auf Wunsch der polnischen Nationalisten und mit Stalins Kalkül, die "Curzon-Linie" (Hitler -Stalin-Pakt) unverändert bei Russland zu belassen und den Polen eine Gebietskompensation durch deutsches Hoheitsgebiet zukommen zu lassen. Es war eine "Umsiedlung", heute würde man ethnische Säuberung dazu sagen, von mehr als 10 Millionen Deutschen erforderlich. Selbst davor schreckten die polnischen Nationalisten und die "Großen Drei" nicht zurück. Weil hier steht, "es waren nur noch wenige Deutsche! Welche Schade, solche Gemeinheiten weiter zu verbreiten! Beschäftigt Euch mit der heute möglichen Literatur, den "geöffneten" Staatsarchiven der Geschichte und mit Wahrheiten, wie Katyn... Selbstverständlich wird Breslau polnisch bleiben, denn eine Vertreibung der Bewohner dieser und der unzähligen anderen deutschen Städte im Osten Deutschlands, würde ungeheures Leid und politische Probleme mit sich bringen. Heute gilt es wohl wichtigere gemeinsame Ziele für alle Europäer zu erreichen, um den Frieden in Europa zu erhalten und Nationalismus, wie in Polen endgültig zu besiegen. Dazu gehört auch die Aufgabe des Revanchismus im heute verbliebenen West-und Mitteldeutschland (heute Ostdeutschland).

Reply Oct 1st, 2012
Manfred Stölkler
Germany

Liebe Polen und Europäer, als Deutscher (Nicht-Schlesier) und Europäer stieß ich bei einem Googeln zur Geschichte Breslaus auf diese Diskussion um die "richtige" Ortsbezeichnung. Diese zeigt, dass noch viel aufzuarbeiten ist zwischen Deutschen und Polen. Sollte es doch nicht so wie im Kaukasischen Kreidekreis sein, wo die echte Mutter lieber das Kind (Breslau/ Wroclaw)aufgab, als dessen Wohl (Freundschaft mit dem Nachbarn) auf's Spiel zu setzen? Bislang sehe ich hier keine echten Mütter. Kein Deutscher stört sich heute, dass Straßburg heute Strasbourg heißt und kein Franzose regt sich auf, dass Deutsche immer noch Straßburg sagen. Seit der Teilung des karolingischen Reiches in das West- und Ostfränkische Reich dauerte deren Erbfeindschaft über 1000 Jahre, bis sich Franzosen und Deutsche aussöhnten. Ich hoffe, dass es zwischen Deutschen und Polen auch bald dazu kommt. Die Erbfeindschaft zwischen Deutschen und Polen dauert auch 1000 Jahre, als das Ostfränkische Reich begann, den slawischen Osten zu unterwerfen. Hier kam es zum Gegensatz zwischen dem Deutschen Orden und dem polnisch-litauischen Großreich Der Deutsche Orden ging unter, das Heilige Rönische Reich ging unter, das Polnisch-Litauische Reich ebenso wie das Großdeutsche Reich. Was blieb sind Sehnsüchte der heutigen Nationalisten, die den Gegensatz der Völker am Leben erhalten wollen, eben durch solche sinnlosen Diskussionen über richtige Ortsbezeichnungen. Wem bricht den ein Zacken aus der Krone, wenn ich völlig wertfrei, allein schon um der richtigen Schreibweise wegen, die geläufige Ortsbezeichnung Breslau wähle? Ich möchte einfach nur Breslau statt Wroclaw oder Danzig statt Gdansk sagen dürfen. Ich störe mich nicht, wenn Westeuropäer zu Köln Cologne und zu München Munich sagen. Im Gegenteil, zeigt es doch gerade die historische Verbundenheit der Völker. Ich möchte auch Prag statt Praha sagen dürfen. Die Westeuropäer sagen doch auch Prague. Die Rettung Wiens vor den Türken wäre ohne polnische Unterstützung gar nicht möglich gewesen. Leider gibt es zu wenig solcher positiven historischen Ereignisse zwischen Deutschen und Polen. Deswegen laßt uns doch wenigstens die Zukunft positiv gestalten. Solange wir uns darüber streiten, ob Kopernikus nun Deutscher oder Pole war, ob Breslau deutsch war oder nun polnisch ist, ist dies nicht möglich. Freuen wir uns über die Tore bei der EM 2012 und auf ein Endspiel Polen-Deutschland mit Toren von Lewandowski. Und ein Sieg Polens über Deutschland könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein (aus Casablanca). Laßt und endlich Europäer werden!

Reply Jun 4th, 2012
Ernst Ludwig
Germany

Zur Geschichte: Der Herzog von Schlesien stellte sich 1163 unter die Lehnshoheit des deutschen Kaisers Friedrich Barbarossa und gehörte damit zum römisch-deutschen Reich. Im 14. Jhd. verzichtete der polnische König "für alle Zeiten" zugunsten Deutschlands auf Schlesien. Es gehörte zusammen mit Brandenburg und Böhmen zur Hausmacht der dt.Könige/Kaiser aus dem Hause Luxemburg (einen tschechischen Staat gab erst seit 1918!), dann dem Hause Habsburg und seit 1741 Preußen; also alles Ländern des alten röm.-deutschen Reiches.

Reply Jun 3rd, 2012
Jo Wega
Germany

Danke an die polnische Nachkriegsgeneration........ Ihr habt nach der enormen Zerstörung wieder eine ganze Menge wieder aufgebaut und restauriert.....macht weiter so

Reply Nov 28th, 2011
United States

In der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. (späte Bronzezeit) gehörte Schlesien zur Lausitzer Kultur. Deren Träger werden von einigen tschechischen und polnischen – weniger dagegen von deutschen – Wissenschaftlern als Vorfahren der Slawen angesehen. Diese Wissenschaftler stehen damit quer zur üblichen Annahme, die Slawen seien im 5. und 6. nachchristlichen Jahrhundert aus den Gebieten zwischen Dnepr und Bug nach Westen gewandert. Um die Zeitenwende wurde Schlesien von Silingern, Vandalen, Lugiern und anderen germanischen Völkern besiedelt. Für diesen Zeitabschnitt sind Schriftzeugnisse antiker Autoren fassbar, die das Gebiet in ihre Berichte über den als Magna Germania bezeichneten Siedlungsraum zwischen Rhein und Weichsel einbezogen.

Reply Nov 19th, 2011
Michael
Germany

Breslau heisst heute Wroclaw und ist polnisch, das ist eine Tatsache und daran ist nichts zu ändern. Polen ist heute ein Teil der EU und das ist gut so ! Tatsache ist jedoch auch, dass Breslau bis 1945 eine deutsche Stadt und ein Teil Deutschlands war und das über viele Generationen. Nach 1945 wurden die deutschen Einwohner der Ostgebiete gewaltsam und brutal vertrieben, so wie zuerst nach den deutschen Eroberungen 1939 auch Polen zum Teil gewaltsam aus Ihrern Häusern und Ihrer angestammten Heimat vertrieben wurden. Vetreibung ist heute wie damals ein brutales Verbrechen gegen die Menschlichkeit und auch im Nachhinein mit nichts zu erklären oder zu rechtfertigen. Ob von Deutschen begangen oder von Polen, Tschechen oder sonst jemandem. Diese Erkenntnis wird heute leider allzuoft verdrängt und mit zweierlei Mass gemessen. Die Deutschen bekommen diese Schuld (mit Recht !) immer wieder vorgehalten oder aufgezeigt. Aber erst wenn auch alle anderen "Vertreiber" und Vergewaltiger die ihr Staatsgebiet auf Kosten und durch das Blut anderer Völker erweitert haben dieses für sich so erkennen ist die Grundlage für eine ehrliche und dauerhafte Aussöhnung und Miteinander gegeben. Alles andere wäre Heuchelei oder Verdrehung der Tatsachen. Zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei. Wenn nur einer immer die ganze Schuld auf sich nehmen soll ist das nicht richtig. Mein Apell daher an alle die einmal vertrieben haben und dabei Menschenopfer leichtfertig in Kauf genommen haben: Gebt vor euch selbst und dann auch vor dem Rest der Welt zu dass es ein Verbrechen ist andere Menschen aus Ihrer angestammten Heimat zu vertreiben. Und sagt dass es euch Leid tut was passiert ist. Wir Deutschen haben die Pflicht dies täglich zu tun und tun es auch. Wenn ihr anderen es ebenfalls tut und nicht heute noch dieses geschehene Verbrechen als legitim (Benes Dekrete) und als ein Ergebnis des Krieges betrachtet wird es euch das Herz erleichtern und Europa wird erst dann eine echte Chance haben (nicht nur wirtschaftlich)zusammenzukommen. Da das alte Unrecht nur noch mit einem schlimmeren neuen Unrecht wieder rückgängig gemacht werden könnte darf es kein Thema mehr sein Grenzen erneut in Frage zu stellen. Es geht hier nicht um Vergangenes sondern um die gemeinsame Zukunft in Frieden, gegenseitigem Respekt und Verständnis. Die Grundlage für all dies ist ein ehrlicher Umgang mit der eigenen Geschichte.

Reply Aug 9th, 2011
Fred
United Kingdom

Ja ja, immer diese Tatsachen. Deshalb sagt ja auch die ganze Welt Munich, weil's München heißt. Und wir alle sagen ja auch alle Bruxelles, Warszawa, Москва́, Roma und Venezia, oder nicht? Wenn es einen deutschen Namen für einen Ort gibt, dann benutzt man den selbstverständlich auch. So wie das in anderen Ländern bei deutschen Orten auch üblich ist. Politische Korrektheit greift hier nicht; die wird nur von verwirrten Geistern und Ungebildeten gepflegt.

Reply Sep 6th, 2013
Dirk
Germany

Ich sollte dazu sagen, mein Vater kommt aus Neu-Schlesing (ehem. Neu-Schliesa), deshalb mein Bezug zu Breslau.

Reply Jul 29th, 2011
Dirk
Germany

Ich bin doch erstaunt, wie sehr Breslau (ich benutze den Namen, weil mein verstorbener Vater ihn immer benutzte), in den Köpfen vieler älterer Menschen herumschwirrt. Ich finde es einfach müßig darüber zu reden, was man hätte machen sollen und wem was gehören sollte. Heutzutage sollte es um eines gehen, Frieden und gegenseitige Hilfe und Achtung. Niemand hat sich im Krieg mit Ruhm bekleckert und war besser als der andere, will sagen, Krieg ist immer abartig und durch nichts zu rechtfertigen. Meine Schwiegereltern kommen aus Danzig und dort hört man auch ständig, was alles wieder deutsch sein sollte. Mein Gott, es ist wie es ist und wir können uns allesamt glücklich schätzen, dass es uns, egal ob Polen oder Deutsche, so gut geht.

Reply Jul 29th, 2011
Marianne
Germany

Vertriebene sind selbstverständlich Opfer. Mein Bekannter musste selbst aus Ostpreußen vor den Russen flüchten. Indem aber manche der Vertriebenen ihren Kindern von Generation zu Generation nur Hass predigen anstatt Versöhnung, werden sie aber selbst zu Tätern. Mein Bekannter fühlt gegen die Polen kein Groll. Im Gegenteil. Er fährt jährlich in seinen Geburtsort, um die polnischen Leute, die auf seinem ehemaligen Hof leben, dort zu besuchen. Er hat in den Polen Freunde gefunden und es ist für ihn selbstverständlich, dass der Hof nun den Polen gehört. Wer dies nicht akzeptiert, bleibt ein ewig Gestriger. Aber ein Trost bleibt: mit der Zeit siegt die Vernunft und nicht der Hass.

Reply Jul 13th, 2011
Heinrich
Germany

Wer sagt, dass Breslau/Wroclaw heute völkerrechtlich noch zu Deutschland gehört, hat von Völkerrecht keine Ahnung bzw. verdreht die Realität. Seit Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze gehört die Stadt zu Polen (dies ist unter den Juristen unstreitig). Die Anerkennung ist völkerrechtlich bindend (vgl. Ipsen, Völkerrecht).

Reply Jul 13th, 2011
Kind zweier Vertriebener
Germany

Wieso kann man mit Polen vernünftiger darüber sprechen als mit den verklemmten, politisch immer korrekten Deutschen. Die Steine in Breslau sprechen deutsch. Vor 800 Jahren standen dort nur wenige Lehmhütten. Bei der Volksabstimmung 1920 votierten 500.000 Einwohner für Deutschland und 20.000 für Polen. Die Polen sind aber in großen Gemeinden in den neu gegründeten polnischen Staat ausgewandert. Es ist eindeutig, Breslau war deutsch und völkerrechtlich ist es das auch heute noch. Die Vertreibung der Breslauer, aller Schlesier und Ostdeutschen ist ein Verbrechen an den Völkern. Als ich erstmals 1984 in Breslau war, kamen mir viele Polen freundlich entgegen, denn wir hatten eine gemeinsame Bedrohung, die Sowjets! Wer heute immer noch die Holocaust-Keule schwingt ist selbst ein Faschist!

Reply Jun 15th, 2011
Heidenspass
Germany

Erstmal einen Gruß an alle, es ist einfach einem Volk die Schuld an Krieg und Elend unterzujubeln, da ist es egal welches Volk das nun sein mag. Zum Glück wissen wir heute das nicht die Völker Täter sind, sondern Opfer eines kranken Systems. Dieses System wird von eineigen wenigen Machtbesessenen Tyrannen gesteuert und zielt darauf ab freie Völker zu unterjochen, zu versklaven und wenn nötig einfach auszurotten. Also streitet euch nicht, ändern lässt es sich nichtmehr aber wir können daran arbeiten das sich diese Geschichte nicht wiederholt.

Reply May 9th, 2011
Bernard
Czech Republic

The last comment from Slunzok is wrong. Wroclaw wasn't German from the middle age!!!!! The beginnings of the city are difficult as in this part of Europe countries were just forming. We know that in the time 1000 – 1327 for most of the time Wroclaw and the region belonged to the Polish Kingdom. Than 1327 – 1526 for most of the time – belonged to Czech’s . 1526 – 1741 – Habsburg’s Monarchy (we would say Austria today). And starting from 1741 was Prussian (later German). So please do not tell that for most of the time Wroclaw was German as this is not true!!! The city has over 1000 year history which was very lively and reach in lots of events! The German period had about 200 years out of 1000!

Reply Apr 21st, 2011
Slunzok
United States

Good article! As for the comment by another user here. Breslau was majorily a German city from Medieval Ages, however it had a local Polish-Silesian minority that only went germanised in XVIIIth century. Up until 1700s whole countryside in the neighbourhood of Breslau on both banks of the Oder from Kanth all the way to Ohlau, Brieg and Oppeln spoke Polish. Even in XIXth century there were Polish-speakign villages near Breslau (like Zottwitz where Polish masses were abolished in 1848).

Reply Apr 18th, 2011
Lüthi aus Zürich
Switzerland

Sehr geehrte Frau Dorothea Sie müssen eine verbitterte und frustrierte Frau gewesen sein und von der Geschite der Stadt Breslau keine Ahnung haben. Ebenfalls scheinen Sie nicht zu wissen, wer den Zweiten Weltkrieg angezettelt und wer auf dem Rückzug die polnischen Gebiete geplündert und zerstört hatte. Kochen Sie weiter in Ihrer braunen Suppe, die schmeckt Ihnen sicher gut. Gott seit Dank, dass die Bevölkerung Wroclaws von Ihrer Suppe nicht essen wollen. Ebenfalls danke an die Polen, die dazu beigetragen haben, dass diese wunderschöne Altstadt nach alten Plänen wieder aufgebaut und restauriert wurde. Frau Dorothea, Sie sind einfach wiederlich und ich hoffe, Sie kommen nie wieder nach Wroclaw. Solche Besucher will man dort nicht!

Reply Apr 18th, 2011
doro
Germany

gefällt mir :)

Reply Apr 7th, 2011
fuuu
Germany

das ist ja furchtbar interessant.

Reply Dec 2nd, 2010
Sonja
Germany

Liebe Leser dieser Nachricht, ich war letzte Woche zum ersten Mal in meinem Leben in Breslau. Lang hat es gedauert, bis ich dieses Vorhaben verwirklichen konnte, weil ich meine Mutter mitnehmen wollte und die war von meiner Idee nicht sonderlich begeistert. Meine Mutter wurde dort im Jahr 1938 geboren und kann mir nicht mehr viel davon berichten, was dort war oder was genau geschehen ist. Manchmal denke ich, sie hat es einfach verdrängt, weil es zu weh getan hat, alles aufzugeben und irgendwo in Deutschland wieder Fuß zu fassen. Das Leben hatte für meine Familie nun mal nichts anderes vorgesehen, auch wenn sie es sich sicher anders gewünscht hätten, weil sie für die Entscheidungen dieser Zeit sicher nichts konnten, aber dafür herhalten mussten. Ich weiß nicht genau, wann meine Familie, sprich meine Mutter, meine Oma und meine Onkels fliehen musstsen. Meine Oma starb bereits 1953, so dass ich sie nie kennenlernen konnte. Ihre Schwester, also meine Großtante, starb 1977. Ich war damals zu jung und in meinem Leben war kein Platz für das Interesse an meiner eigenen Geschichte. Mein noch lebender Onkels (der sogar jünger ist als meine Mutter) kann sich noch an viel mehr Dinge erinnern als meine Mutter selbst. So richtig weitergebracht hat es mich eigentlich nicht. Dennoch hat es mich schon lang nach Breslau gezogen und ich bin froh, dass ich die Reise nun endlich verwirklicht habe. Ich finde, es ist eine wunderschöne Stadt. Ich werde mich sicher zukünftig noch mehr damit beschäftigen, was dort wirklich geschah, vor allem mit meiner eigenen Familie. Dazu war eigentlich jetzt viel zu wenig Zeit. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Keine Ahnung, was es ist, aber ich fühle mich irgendwie da hingezogen, warum auch immer. Ich bin nicht der Typ, der gerne in den Urlaub fährt, aber nach Breslau würde ich gleich wieder fahren. Noch heute würde ich meine Koffer packen und weg. Es hat mir auch irgendwie zu denken gegeben, als wir durch die ehemalige DDR gefahren und dann in Breslau angekommen sind. Das alles war mal Deutschland. Unglaublich aber wahr! Und doch auch längst vorbei. So ist das halt. Mein Vater war aus Thüringen, also auch ein Flüchtling, wenn auch ein mehr oder wenig Freiwilliger. Dinge ändern sich einfach im Laufe der Geschichte, auch wenn es noch so weh tut. Ich bin froh, dass ich wenigstens jetzt zusammen mit meiner Mutter Gelegenheit hatte, diese wunderschöne Stadt anzusehen und mit ihr die Plätze aufzusuchen, an denen sie wohl in ihrer Kindheit war, auch wenn sie sich nicht mehr richtig daran erinnern kann oder mag. Es ist, wie es ist. Nur die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat es mir überhaupt möglich gemacht, zusammen mit meiner Mutter da hinzufahren, ohne große bürokratische Hürden zu überwinden. Das ist doch auch echt was wert, dass das jetzt so einfach geht. Die Vergangenheit kann man eh nicht mehr ändern. Wer hätte sich vor Jahrzehnten vorstellen können, dass das überhaupt möglich ist ohne Umstände nach Breslau zu fahren? Ich freue mich, dass ich Gelegenheit hatte, das zusammen mit meiner Mutter zu erleben und komme mit Sicherheit irgendwann wieder mal da hin. Einfach nur, weil ich diese Stadt (egal, wem sie je gehört hat, gehören wird oder gehört) wunderschön finde. Liebe Grüße S.

Reply Aug 25th, 2010
Dorothea
Germany

Ich habe in meinem Kommentar nicht einmal gesagt, dass die Polen an irgendetwas Schuld sind, oder?! Ich habe lediglich geäussert, dass es eine Schande ist, wie die Polen mit dem Hab und Gut der ehemals deutschen Gebiete umgeht. Sie wissen es nicht zu schätzen. Wenn ihr alle so schlau seid wie ihr tut, dann müsstet ihr euch ja in Polen auskennen und wüsstet, wie es dort aussieht. So hat dreckig und runtergekommen hat es definitiv nicht ausgesehen, als noch Deutsche da wohnten! Das ist meine Meinung und das ist auch eine Tatsache. Das hat mit einer rechten Meinung nicht viel zu tun. Dass uns so viel Land genommen wurde, dafür können die Polen nix, das habe ich auch nie gesagt, die wurden teilweise ja auch nur vertrieben. Aber wwarum? Weil Russland mehr Land wollte. Das war meine Aussage, also kommt mal alle wieder runter und lest euch Texte genauer durch bevor ihr schlaue Kommentare abgebt!!

Reply Jun 30th, 2010
Alexanderschlacht
Germany

Nun erkenne ich es - Sie habe ich 1974 auf dem Transitweg in Frankfurt/Oder getroffen. Ja damals war alles grau, das stimmt Mein Tip 2015 - reisen Sie mal wieder nach Polen - Sie werden STAUNEN wie sauber und bunt alles ist, kein vergleich mit vielen Städten in der ehm. DDR.

Reply Mar 1st, 2015
Michael
Germany

Wroclaw/Breslau eine wunderschöne Stadt, immer noch trotz der Zerstörung ist die Stadt immer noch eine schöne Stadt. Wer trägt Schuld und Schuld woran… Wir kennen alle die Abläufe des zweiten Weltkrieges und ich gebe als deutscher offen zu, es tut schon manchmal weh, wenn ich circa alle acht Wochen in Breslau bin und die alten Gebäude sehe und mir vorstelle, mein Gott hier haben überall Deutsche gelebt! Wenn ich von der Autobahn abfahre Richtung Zentrum ärgere ich mich jedes Mal wenn ich am russischen Militärfriedhof vorbei fahre. Ich frage mich dann, wo wird den deutschen Soldaten gedacht, die in Ihrer eigenen Stadt gefallen sind! Aber wofür sind Sie eigentlich gefallen, für einen Verführer, der unsere Zivilbevölkerung großzügig mitgeopfert hat und UNSERE Soldaten wie in Stalingrad und anderswo zu tausenden verheizt hat! Aber all dies ist nicht die Schuld der Polen. Wer dies glaubt hat sich mit der Geschichte nicht beschäftigt und interessiert sich nur für einseitige Meinungsmache! Unser schönes Breslau ist heute Wroclaw und die Polen die heute dort leben, haben die Stadt lieben gelernt wie einst „wir“. Trost finde ich in den vielen Freunden die ich in all den Jahren in Wroclaw gefunden habe und von denen ich sagen muss, dass Sie über Jahre hinweg immer gute Freunde waren und sind. Ich wende mich der Zukunft zu ohne jedoch aus meiner Seele eine Löwengrube zu machen. Meine Freunde kennen meine Gedanken und tolerieren diese, wie ich die heutigen Gegebenheiten toleriere. Die ewig gestrigen sterben aus und da ich nun eine kleine Wohnung in Wroclaw gekauft habe fühle ich mich auch ein bischen als Neubreslauer! Ich freue mich auf die Europameisterschaft in Polen in meinem Breslau/Wroclaw. Wie schon gesagt manchmal mit ein wenig Wehmut jedoch auch als stolzer Neubreslauer mit meinen Freunden in Wroclaw…

Reply May 19th, 2010
kemot
Poland

@ Dorothea (und die anderen Zurückgebliebenen) Solche Kommentare können einen nur wütend machen. Ja, Breslau war vor dem Krieg eine deutsche Stadt mit einer polnischen und eine tschechischen Geschichte. Genauso wie Lwow (Lemberg) oder Wilno (Vilnius) polnische Städte mit ukrainischer und litauischer Geschichte waren. Aus diesen Städten kamen die polnischen Vertriebenen nach 1945. Auch sie haben ihre Heimat verloren und daran waren, da gibt es nichts zu reden, die deutschen "Herrenmenschen" schuld. Dorothea, du schreibst, dass du kein Nazi bist und auch nicht rechts - ich frage mich aber, was bist du dann, wenn dein Kommentar nach einer Abgeordneten der NPD klingt? Du bist einfach widerlich - um es ganz deutlich zu sagen. Vom gegenwärtigen Polen hast du keine Ahnung und solltest lieber deinen Mund halten.

Reply May 13th, 2010
Jacek
Poland

Sehr geehrte Dorothea! Im 1945 Breslau lag im Trümmer. 68% der Bebauung war ganz zerstört. Wer war Schuld daran? Die in die Stadt kommenden polnische Siedler? Die völlig zerstörte Stadt kapitulierte am 6. Mai 1945, 4 Tage nach der Kapitulation Berlins. Können Sie mir sagen, wer im Februar 1945 wurde Breslau zur „Festung Breslau“ erklärt ? Auch Polen? Man muss wissen, dass Schlesien nach dem zweiten Weltkrieg kein Arkadien war und die deutsche Bevölkerung wurde aufgrund der internationalen (Jalta, Potsdam) Verträge vertrieben. Polen hatten doch nichts zu reden.

Reply May 9th, 2010
Hans Nawroth
Poland

Aber es waren Polen die meinen Großvater verprügelt haben. Damals schon ein alter Mann. Die noch vorhandenen Bebauung wurde nach den Wünschen der Zetrumspolen genutzt- gefällt mir die Wohnung ist sie meine. Und nun alle: Du bist eine Nazisau.

Reply Mar 16th, 2015
Dorothea
Germany

Liebe Freunde - ich sage es euch, wie es ist. Breslau ist eine deutsche Stadt, genau wie Kolberg, Danzig usw. Es ist eine Schande, dass das ehemals deutsche Gebit an die Polen abgegeben wurde. Würden die es wenigstens zu schätzen wissen könnte man das noch eher tolerieren, aber wenn man sich mal anschaut was aus den betroffenen Gebieten im Laufe der Jahre geworden ist, muss man feststellen, dass die Polen einfach nur Schweine sind. Es ist dreckig, grau und hat mit Schönheit nix mehr zu tun. Aber am schlimmsten sind sowieso die Russen, die ma garkeinen Anspruch auf irgendein Stück Land hatten, und nur wegen denen ist es gekommen, wie es gekommen ist. Die deutschen Familien, die über Generationen dort gewohnt haben, und über Nacht ALLES zurücklassen mussten, haben keine Schuld an dem Krieg und sind am schlimmsten betroffen. Das ist alles eine Schande! Ich bin kein Nazi oder habe nur rechte Ansichten, aber das sind grundlegende Dinge, die einfach mal garnicht gehen. Schweinerei!

Reply Apr 8th, 2010
Vertribener
Germany

Die deutschen Ostgebiete waren und sind deutsch. Man kann über 800 Jahre Geschichte nicht einfach auslöschen. Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie war ein Verbrechen am deutschen Volk, insbesondere an den Einwohner Preussens, Schlesiens, Pommerns... Aber das interessiert heute niemanden mehr. Schade so wird die Geschichte unserer Ostgebiete wohl bald vergessen sein. MfG

Reply Feb 23rd, 2010
Norman
Germany

ich finde auch, die damalige Bundesregierung hätte der Festsetzung der Oder-Neiße-Grenze nie zustimmen sollen. Immerhin war Breslau, sowie Preußen eben deutsch und sollte deutsch bleiben. Die Polen hatten nur die Sowjets und die West-Allierten auf ihrer Seite. Ohne deren Druck auf die deutsche Regiereung "Wenn ihr die ehem. DDR wollt verzichtet auf die restlichen Gebiete" wäre der Besitzanspruch warscheinlich wieder an Deutschland gefallen. ABER lassen wir den Polen doch die ehem. deutschen Gebiete. Unser Land ist gut so wie es ist und wir werden trotzdem erfolgreicher sein als unsere lieben Nachbarn ;)

Reply Jan 16th, 2010
Blazkowiz
Germany

"2161 in Breslau feiern" obs dann noch was zu feiern gibt?

Reply Dec 3rd, 2009
German Schlesinger
Germany

Eine sehr einseitig polnische Sicht der Dinge: Breslau war seit dem 14. Jahrhundert eine fast rein deutsche Stadt, seit dem 16. Jahrhundert gab es eine einzige Kirche in der Stadt, inder noch polnisch gepredigt wurde (weil es praktisch keine polnisch sprechenden Breslauer mehr gab). Wie kann man unter diesen Umständen so tun, als sei 1945 eine quasi polnische Stadt an Polen "zurückgegeben" worden? Die Polen wissen sehr genau, dass das nicht der Wahrheit entspricht, aber sei's drum. Der deutsche Volksmund sagt: "Unrecht Gut gedeihet nicht!" Warten wir ab, wie es unseren übermütigen polnischen Freunden damit weiterhin ergehen wird. Den 900. Jahrestag der Neugründung nach Magdeburger Stadtrecht werden jedenfalls WIR anno 2161 in Breslau feiern!

Reply Oct 2nd, 2009
Alexanderschlacht
Germany

Mögen Sie bitte einen Moment darüber nachdenken warum das alles geschehen ist? Ok Sie haben darüber nachgedacht - ist Ihnen was aufgefallen? JA Wir Deutschen oder auch wir Breslauer habe einen Weltkrieg angezettelt der etwa 56 Millionen Menschen ( das Verbrechen an den Juden, Roma Schwulen ect nicht mitgerechnet) das Leben gekostet hat. Sie werden ein Stadtrecht feiern - wie sollte das möglich sein. Sie können schon einen PC bedienen und schreiben , wenn auch nur dummes Zeug und wollen uns allen Ernstes glaubhaft machen in 156 Jahren noch zu leben? Also bitte etwas seriöser - ok!!!!!

Reply Mar 1st, 2015
Christian
Germany

Lieber Dirk, benutz' mal Deinen Verstand und sieh' der Realität ins Auge. Und der Geschichte. Polen ist heute in der EU und in der NATO und beides ist gut so. Wroclaw ist eine polnische Stadt. Eine "Rückgabe" (an wen eigentlich?) dient niemandem mehr.

Reply Aug 21st, 2009
Dirk
United States

Rückgabe !!

Reply Nov 21st, 2008
wolfgang Balzke
Germany

Sehr geehrte Verfasser der Geschichte Breslaus ! Ich bin 1942 in Breslau geboren, also zu jung um mich an das alte deutsche Breslau zu erinnern. Ich war jetzt dort und bin sehr beeindruckt. Meine Gefühle in Breslau waren sehr gemischt, Stolz auf die Stadt, die ein Teil von mir ist, Traurigkeit über den Verlust, da ich mich trotz aller Verbrechen und Schuld der Nazis als Deutscher mich Breslau verbunden fühle. Bewunderung über den engagierten ja liebevollen Wiederaufbau der Stadt durch Polen. Solidarität mit den Polen, die auch unter der Vertreibung und Umsiedlung gelitten haben. Ihre Beschreibung der Geschichte ist um Objektivität bemüht und versöhnlich, was auch meinen persönlichen Erfahrungen mit Polen in Breslau entspricht. Sie haben es richtig gesagt, die Chance für Polen und Deutsche, Breslauer aus beiden Ländern liegt in der Zukunft und in Europa. Es macht mich glücklich, daß ich den Beginn der deutsch-polnischen Aussöhnung noch erleben darf sowie sie auch mit Frankreich gelungen ist. Mit herzlichen Grüssen Wolfgang Balzke Geboren in der ul. Szczesliwa 14 in Wroclaw

Reply May 2nd, 2008
Alexanderschlacht
Germany

Sehr geehrter Herr Blazke, ich werde morgen 02.03.2015 das erste mal in die Heimatstadt meiner Mutter reisen & bin Ihnen dankbar für diesen wunderbaren Beitrag, der meine Gedanken & Empfindungen wieder spiegelt. Danke

Reply Mar 1st, 2015